Das James R. Thompson
Gebäude: Ein Bau voller Widersprüche
von Matt Strand
Das James R. Thompson Gebäude, das von Helmut Jahn entworfen wurde, öffnete seine Türen zum ersten mal im Mai 1985. Typisch für Jahn, wurde dieses Gebäude in dem modernen Stil errichtet teuer, durchsichtig, schlicht. Mit Glaswänden und einer runden Struktur sieht es modern aus. Ich habe dieses Gebäude sehr interessant gefunden, denn man kann von dem Gebäude ganz verschiedene Gefühle bekommen. Die Ursache dieser Gefühle ist ein merkwürdiger Bau, der fremdartig aber auch faszinierend aussieht.
Der Architekt von dem James R. Thompson Gebäude, Helmut Jahn, wurde im
Jahre 1940 in Nürnberg geboren. Von 1960 bis 1965 war er Architekturstudent
bei der Technischen Hochschule in München. Danach kam er nach Illinois,
um unter Mies van der Rohe am IIT zu studieren. In 1981 bekam er die Stelle
Direktor des Designs in der C. F. Murphy Teilhaberschaft. In seinem
ersten Gebäude benutzt er nur unkomplizierte geometrischen Ideen, die
Mies van der Rohe mit dem modernen Stil berühmt gemacht hatte. Als er
seinen eigenen Stil fand, entwickelte er die Philosophie, dass Gebäude
mit kreativem Rationalismus gebaut werden sollen. Im Jahre 1979
wurde die Grundstein des Thompson Gebäudes gelegt, und es dauerte sechs
Jahre, bis es fertig war. Das futuristische Gebäude kostete zusammen
173 Millionen Dollar.
Meiner Meinung nach ist dieses Gebäude in Persönlichkeit und Struktur
ungewöhnlich widersprüchlich. Wenn man dieses Gebäude zuerst
anschaut, sieht es sehr einladend aus, weil es total aus Glas gemacht ist.
Andererseits ist es sehr fremdartig, besonders wegen der weissen Skulptur
und der runden Glasstruktur, die wie kein anderes Gebäude aussieht. Zwischen
dem Thompson Gebäude und anderen naheliegenden Gebäuden gibt es
einen grossen Unterschied. Obwohl die anderen Staatsgebäude in dieser
Gegend sehr autoritär aussehen, ist das Thompson Center schlicht, leicht,
und durchsichtig. Wegen hellroten und blauen Granitkacheln ist die Atmosphäre
spielerisch, man sieht einen starken Kontrast zu den klassischen, römisch
- beeinflussten Gebäuden in der Nähe. In dem Gebäude gibt es
auch andere Widersprüche. Zum Beispiel gibt es nicht nur Büros,
sondern auch viele Geschäfte im Erdgeschoss. Weil es ein Regierungsgebäude
ist, bekommt man auch das Gefühl, dass die Regierung offen und ehrlich
ist, wegen der Glaswände. Trotzdem bekommt man ein kaltes Gefühl
von den ausgesetzten Aufzügen, als ob die Regierung nur eine bürokratische
Maschine wäre.
Außerdem gibt es ein Zimmer in der Groesse von 7,500 sq. Fuss. Konferenzen, Hochzeiten und andere Veranstaltungen können hier stattfinden. Auch gibt es eine grosse Bühne in dem Zimmer. Jeder hat einen guten Blick auf die Bühne, wo man Konzerte und Theater haben kann. Das Atrium ist auch ganz nützlich. Oft wird Kunst hier ausgestellt, aber man kann auch auf dem Boden tanzen. Zusätzlich kann man Speisen und Getränke hier servieren, wenn man zum Beispiel einen Empfang haben will. Aus diesen Gründen ist das James R. Thompson Gebäude sehr vielseitig.

Allerdings hat sich dieses
Gebäude als nicht immer effizient erwiesen, besonders weil das ganze
Gebäude aus Glas gebaut worden ist. Auch wird unser Steuergeld benutzt,
dieses sehr teure Regierungsgebäude zu bauen. Das finde ich ein bißchen
lächerlich. Ausserdem ist es sehr schwer, die Heizung in diesem Gebäude
zu kontrollieren, weil das Gebäude ein grosses Atrium hat.
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Wenn ich dieses Gebäude mit einer Person vergleichen würde, wäre
es hochnäsig, ehrgeizig, arrogant und launisch. Wollen wir unsere Regierung
mit diesen Adjektiven beschreiben? Natürlich nicht. Deswegen denke ich,
dass dieses Gebäude sehr umstritten ist. Von der geschnittenen Kuppel
sieht es sehr rebellisch und modern aus. Trotz der Kosten diese Gebäude,
mag ich es wegen des spielerischen, ehrgeizigen, und ungewöhnlichen Entwurfs.
Obwohl es vielleicht ineffizient ist, kann man natürlich dankbar dafür
sein, denn der Entwurf ist ganz kreativ, aber auch schlicht.
Ein interessantes Zitat
von Helmut Jahn ist: Kreativität hat mehr mit der Beseitigung des
Unerforderlichen zu tun, als etwas Neues zu schaffen. [Creativity
has to do more with the elimination of the inessential, than inventing something
new.] Auf das James R. Thompson Gebäude trifft das zweifellos zu.
Ich habe die folgenden Web-Seiten
benutzt:
http://www.murphyjahn.com/english/frameset_intro.htm
http://www.greatbuildings.com/architects/Helmut_Jahn.html
Deutsch 205
Spring 2002
Ingrid Zeller
Fotos 1 und 2 von Ingrid Zeller
Virtuelle
Architektour Goethe Institut
Bauhaus Chicago an
Northwestern